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Mennonite Genealogy with Michael Penner |


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Helena Reimer nee Dueck (1878-1950) |
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From Christlicher Familienfreund, September 22, 1950, p. 6
Lebensverzeichnis unserer lieben Mutter Frau H. R. Reimer
Dem Herrn ueber Leben und Tod gefiel es in seinem allweisen Ratschluss, unsre liebe Mutter durch den Tod von unsrer Seite zu nehmen und wie wir fest hoffen, in sein ewiges Freudenreich auszunehmen. Unsre Mutter, eine geborne Helena Dueck, erblickte das Licht dieser Welt am 16 Februar 1878 in dem Dorfe Gruenfeld, jetzt Kleefeld, wo sie auch bis zu ihrem 14 Lebensjahre wohnten und wo sie auch ihre Schulzeit verliebte. Dann zogen ihre Eltern nach Blumenort. In ihrem 18 Lebensjahr bekehrte sie sich und wurde von ihrem Onkel, Aelt. A. Dueck, getauft und in die Gemeinde aufgenommen. Den 18 Okt. 1896 ueberreichte sie mir, H. R. Reimer, die Hand zum Ehebunde, und so haben wir Hand in Hand gemeinschaftlich gepilgert, Freude und Leid geteilt bis zum 2 Sept. 1950, also 53 Jahre, 10 Monate und 13 Tage. In dieser Zeit wurden uns 13 Kinder geboren, 7 Soehne und 6 Toechter, die auch alle hier am Sarge ihrer l. Mutter fissen durften, ausser Sohn Abram, der ihr schon am 8 April 1943 vorauseilend durfte. Mutters erstes Gebet fuer jedes Kind war: Gott, fuehre es gluecklich durch diese Welt, dass es selig word! Und das wird hohl auch ihr letztes Seufzen fuer jedes Kind gewesen sein. Oft hat Mutter bis spaet in die Nacht fuer ihre Kind gesorgt, mit Naehen, Stricken oder am Krankenbett gewacht. Nun ruht sie von ihrer Arbeit! 12 Kinder samt ihren Gatten und Gattinnen, eine Schwiegertochter, Witwe A. D. Reimer, 73 Grosskinder, 9 Urgrosskinder, 4 Schwestern, 1 Bruder und ein grosser Verwandschaftskreis schauen ihr nach, und koennten wir von allen sagen: sie sehnen sich, ihr nachzufolgen. Denn wir glauben zuversichtlich, dass sie in die ewige Freude eingegangen ist. 5 Grosskinder und 1 Urgrosskinder sind gestorben. Mutter was so mittelmaessig gesund in ihrem Leben. Oft half sie noch draussen besonders im Garten. 1940 und ’41 war sie sehr schwach, litt an Herz und Lungen, so dass wir oft an ihrem Gesundwerden zweiselten; wurde aber langsam besser. Besonders gut tat es ihr, als wir mal etliche Monate in Clear Lake waren. Wir trachteten daher auch nachher, etliche Monate im Jahre im Wald bei den Saegemuehlen zu sein, welche unsre Kinder hatten. Es tat ihr auch immer gut. So ging es weiter bis zum 26 July dieses Jahres. Weil ihr das Fahren gut ging, fuhr sie mit Blaubeeren pfluecken. Es war ein sehr heisser Tag; wie wohl sie sehr wenig pflueckte, war es doch zu heiss und ihr wurde sehr schlecht. Es besserte etwas, aber nicht voellig, und so fuhr sie am 1 Sept. mit Kindern C. K. Pletts mit nach Winnipeg, um den Arzt zu sehen. Weil sie sich mit Gehen zu sehr angestrengt hatte, war ihr Herz sehr aufgeregt, und so schickte der Arzt sie gleich zum Hospital. Das Herz wurde auch not etwas ruhiger, aber ihre Gesundheit nahm von Tag zu Tag ab, Sonntag, den 10 Sept., wurde es besonders schlecht, und wir sahen es dem Ende zugehen. Weil ihr die Zunge etwas gelaehmt war, konnte sie nicht gut sprechen, sagte ber doc noch ein paarmal: O koennte ich erst bei Jesu sein! 12:30 von Dienstag auf Mittwoch Nacht nahm der I. Gott sie, wie wir fest hoffen, zu sich, und ihre Schmerzen waren auf ewig vorbei. Alt geworden 72 Jahre, 6 Monate und 27 Tage. Der in Trauer versetzte Vater und Kinder. Noch zu bemerken, dass ihr groesstes Leiden auch jetzt noch wieder Lungenleiden war, denn sie bekam noch Lungensieber. (Pneumonia). Sonnabend, den 16, folgte dann das Begraebnis. Prediger P. W. Friesen von Morris sprach Worte des Trostes, zu hause am Sarge, anlehnend an die Worte Pauli nach 2 Kor. 5, 1—4. In der Bersammlung sprachen die Brueder P. B. Kroeker und D. P. Reimer. Es wurden die Worte aus Luk 24, 17 und 26, wie auch 1 Kor. 15, 42 bis Ende des Kapitels erwaehnt. Besonders wurden die Verse 55 und 57 betont. Die Soehne der dahingeschiedenen Mutter, Bernhard une Franz Reimer, machten auch beide etliche Bemerkungen. Ersterer las Das Lebensverzeichnis und letzterer berichtete ueber die letzten Leidenstage der Mutter und machte Schluss Prediger P. D. Friesen hatte die Leitung der Feier. Nach der Beerdigung wurde noch ein Mahl gegeben. Wir danken allen Teilnehmern and unserer Trauer, denn ihr seid uns ein Trost gewesen.
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